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Pressemitteilung

9. Februar 2011

Lärmstudie: Wird wieder nur getrickst?

Sehr verwundert ist die Landtagsabgeordnete Ursula Hammann, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN über die Entscheidung, dass nur ein einziger Anbieter für eine Studie zu den Auswirkungen von Verkehrslärm auf die Gesundheit der Anwohner im Rhein-Main-Gebiet übrig geblieben sein soll. Um die Erstellung dieser Studie hatte es im Zusammenhang mit dem Flughafenausbau Auseinandersetzungen gegeben bis sich schließlich CDU, SPD, FDP und GRÜNE darauf einigten, eine entsprechende Studie in Auftrag zu geben. Dies ist durch das Umwelt- und Nachbarschaftshaus, das von der Landesregierung eingerichtet wurde, am 11. Januar 2011 geschehen.

Die FAZ meldet heute, dass zwei andere Bietergemeinschaften die Ausschreibungsvorgabe nicht erfüllt haben sollen. Zu denen, die die Anforderungen nicht erfüllten, soll auch das Team um den Epidemiologen Eberhard Greiser gehören. Dem Vernehmen nach zeige das verbliebene Angebot aber gerade bei dieser Thematik erhebliche Schwächen. DIE GRÜNEN im Landtag wollen durch einen Dringlichen Berichtsantrag (Drs. 18/3713), der am Donnerstag nächster Woche im Wirtschafts-und Verkehrsausschuss behandelt werden wird, Licht ins Dunkel bringen.

"Als Bewohnerin des Kreises Groß-Gerau und als Politikerin frage ich mich, ob von der Hessischen Landesregierung überhaupt eine unabhängige, korrekte Studie angestrebt wird. Alle Fraktionen waren sich darüber einig gewesen, dass eine epidemiologische Fallkontrollstudie auf der Grundlage anonymisierter Krankenkassendaten in die Lärmwirkungsstudie einbezogen werden sollen. Die Sorgen der Menschen, die rund um den Flughafen Frankfurt leben, müssen sachgerecht aufgenommen und ihre berechtigten Fragen nach den Wirkungen des Fluglärms in wissenschaftlich korrekter Weise beantwortet werden" fordert die energiepolitische Sprecherin ihrer Fraktion, Ursula Hammann.

"Inzwischen merken immer mehr Menschen, dass durch die neue Landebahn und die damit verbundene Steigerung der Flugbewegungen wesentlich mehr Lärm auf sie zukommen wird. Deshalb ist diese Studie über die gesundheitlichen Auswirkungen von Fluglärm so wichtig. Die Menschen rund um den Flughafen dürfen nicht auch nur den Anschein eines Eindrucks erhalten, dass bei der Vergabe der Studie getrickst wird. Hier ist die Landesregierung in der Pflicht, alle Karten offen auf den Tisch zu legen", so Hammann.

 

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