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Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen will von der Landesregierung dringend erfahren, wie sich nach Inbetriebnahme der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen die Lärmsituation verändern wird und welche Vorkehrungen die Landesregierung gegen weitere Fluglärmbelastungen im Rhein-Main-Gebiet zu unternehmen gedenkt. Dazu hat sie jetzt eine Kleine Anfrage an die schwarz-gelbe Landesregierung gestellt.
„Bereits jetzt sind durch die Veränderungen bei den Anflugverfahren im Rhein-Main-Gebiet und der Sanierung der Startbahn-18-West erheblich mehr Menschen von starkem Fluglärm betroffen als bisher. Das äußert sich auch in zunehmendem Protest dagegen, der auch uns erreicht“, erklärte Ursula Hammann. Und mit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn im Herbst werde es enorme weitere zusätzliche Belastungen geben.
Mit welchen Spitzen- und Dauerbelastungen durch Fluglärm ist zu rechnen?
"Wir wollen deshalb von der Landesregierung wissen, mit welcher tatsächlichen Steigerung des Flugverkehrs und welcher konkreten Lärmbelastung an den einzelnen Standorten gerechnet werden muss. Das wollen wir sowohl bezogen auf die einzelnen Schallereignisse als auch auf den äquivalenten Dauerschallpegel erfahren“, begründete die Sprecherin der Landtagsfraktion für Natur- und Umweltschutz die Kleine Anfrage.
Diese sei von den Grünen aber auch deshalb gestellt wordem, damit die Landesregierung ihr Wissen nicht länger für sich behalte, sondern die Betroffenen „endlich ehrlich über die auf sie zukommenden Belastungen informiert“. Die Grünen fragten in dem Zusammenhang außerdem nach den veränderten Anflugverfahren und nach den dem Luftverkehr zusätzlich bereitgestellten Flugebenen. Denn auch die Veränderung der Flugebenen habe schon jetzt zu mehr Lärm geführt, betonte die Abgeordnete.
Grundsätzlich merkten „die Bürgerinnen und Bürger derzeit überall im Rhein-Main-Gebiet, welche Belastungen durch den Ausbau des Flughafens auf sie zukommen“. Die Landesregierung müsse deshalb endlich sagen, was sie zur Verringerung des Fluglärms tun wolle“, unterstrich Ursula Hammann.

Ursula Hammann: "Wir haben diese Kleine Anfrage auch deshalb gestellt, damit die Landesregierung die Betroffenen endlich ehrlich über die auf sie zukommenden Belastungen informiert."