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Biosphärenreservat Rhön

30. August 2011

Ursula Hammann gratuliert zum Jubiläum und fordert, Kernzone endlich auszuweiten

Ursula Hammann gratuliert zum 20. Geburtstag des Biosphärenreservats Rhön, der derzeit gefeiert wird und verlangt von der Hessischen Landesregierung, die noch nötigen Flächen für die Kernzone des Reservats endlich zur Verfügung zu stellen. Denn laut Auflagen der UNESCO müssten drei Prozent der Reservatsfläche Kernzone sein. Das seien streng geschützte Lebensräume, in denen die Natur Vorrang habe und in denen eine wirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen sei, erklärte Ursula Hammann.

Fehlende 400 Hektar Kernzone gefährenden den wertvollen Status

„Im hessischen Teil des Reservats fehlen aber noch immer 400 Hektar Kernzone. Werden diese nicht endlich ausgewiesen, könnte das 20. Jubiläum der letzte runde Geburtstag des Biosphärenreservats Rhön gewesen sein“, warnt die natur- und umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Hessischen Landtag. Denn bereits 2013 finde die nächste Überprüfung durch die UNESCO statt, die den Titel Biosphärenreservat verleihe. Und die UNESCO könne diesen bei Nichterfüllen der Vorgaben auch wieder entziehen.

Der hessischen Landesregierung wirft Ursula Hammann vor, dass sie es „im zurückliegenden Jahr wieder nicht geschafft hat, das Kernzonendefizit zu beheben.“ Zwar sei im August 2010 ein Konzept von der damaligen Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) zur Beseitigung des Defizits vorgestellt worden. „Bis zum heutigen Tag wurden aber immer noch keine neuen Flächen als Kernzonen ausgewiesen. Und das, obwohl der Landesregierung das Problem bereits seit 2004 bekannt ist“, fasste Ursula Hammann den Stand der Dinge zusammen.

„Wir haben auch immer wieder in Ausschüssen und in Debatten auf das Risiko der Aberkennung dieses für Mensch und Natur in der Rhön gleichermaßen wertvollen UNESCO-Status‘ hingewiesen. Doch auch Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) war seit Amtsübernahme nicht in der Lage, die Situation zu entschärfen“, so Ursula Hammann weiter. Dabei stünden seit Jahren schon zusätzliche Flächen in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Mensch und Natur profitieren gleichermaßen

Die Landesregierung müsse das Problem nun endlich lösen, verlangt Ursula Hammann. Zur Begründung verweist sie auf den Erfolg des Biospährenreservats: „Nicht nur die Natur hat in den vergangenen Jahren davon profitiert, sondern durch die nachhaltig organisierte regionale Wirtschaft in hohem Maße auch die Menschen vor Ort. „Der dadurch geförderte sanfte Tourismus etwa ist heute eine wichtige Einnahmequelle für die Region. Das alles darf nicht weiter aufs Spiel gesetzt werden“, betont die Grüne.

Zusätzliche Information

UH Pressefoto für Homepage Querformat

Ursula Hammann, natur- und umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, sieht den wertvollen Status des Biophärenreservats Rhön durch die Untätigkeit der hessischen Landesregierung gefährdet.