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"Dass sich Repräsentanten aller betroffenen Interessensgruppen angesichts der Grundwassernot im Hessischen Ried intensiv austauschen, dagegen ist nichts einzuwenden. Es ist immer gut, wenn man miteinander redet." Der vom CDU-Landtagsabgeordneten Peter Stephan dazu vorgeschlagene Runde Tisch dürfe aber kein Vorwand für die schwarz-gelbe Landesregierung und andere damit befasste Stellen sein, auf eigene Anstrengungen bei der Lösung der Probleme zu verzichten." Mit diesen Worten kommentiere Ursula Hammann, die natur- und umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Hessischen Landtag, die Initiative des Vorsitzenden des für den Bereich zuständigen CDU-Arbeitskreises.
An dem Runden Tisch müsse es nach Auffassung der Grünen neben der Wasserversorgung und den Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner und der Landwirtschaft auch um den Zustand der Wälder und Naturschutzgebiete gehen. "Denn wir haben ein erschreckendes Waldsterben im Hessischen Ried", erklärte die Landtagsabgeordnete aus Biebesheim.
Hauptgrund sei ebenfalls der abgesunkene Grundwasserspiegel. Dazu kämen hohe Emissionsbelastungen. "Leider hat die Landesregierung bisher kein schlüssiges Konzept, um dagegen vorzugehen. Einfach nur neue Bäume zu pflanzen, rettet den Wald im Hessischen Ried nicht", warnte sie.
Es müssten vielmehr dringend umfassende Maßnahmen zum Erhalt der Wälder im Hessischen Ried realisiert werden, um das wichtige Naherholungsgebiet für den Ballungsraum Rhein-Main zu retten. Bisher aber sei hier an Ideen und Mitteln gespart, kritisierte Ursula Hammann.
Dabei seien dem Land Hessen und dem Landesbetrieb Hessen-Forst durch das Absenken des Grundwasserspiegels infolge der Wasserförderung in dem Gebiet bereits Waldschäden in Millionenhöhe entstanden. Die reinen Substanzverluste für die Staatswaldfläche im Hessischen Ried von zusammen rund 7080 Hektar beliefen sich inzwischen auf nahezu 48 Millionen Euro, sagte die Landtagsabgeordnete.

"Einfach nur neue Bäume zu pflanzen, rettet den Wald im Hessischen Ried nicht" Ursula Hammann, MdL.