Springe direkt zu: Contentbereich, Hauptnavigation, Suche
Sie sind hier:
Auch Ursula Hammann unterstrich ihren Protest gegen den vielerorts ins Unerträgliche gewachsenen Fluglärm am Nikolausabend direkt auf dem Gelände der Verursacherin Fraport. Die Hessische Landtagsabgeordnete der Grünen aus dem Kreis Groß-Gerau gehörte wie andere Landtagsabgeordnete und Mitglieder ihrer Partei zu den TeilnehmerInnen der an diesem Abend bereits vierten Montagsdemonstration im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens.
Die Veranstalter sprachen von diesmal rund 4000 Demonstranten. Und die machten ihrem Protest gegen die enorm gestiegene Fluglärmbelastung nach Eröffnung der neuen Landebahn erneut mit Trillerpfeifen und vielen zornig beschrifteten Transparenten, Plakaten und Bannern Luft. Gefordert wurde von ihnen eine deutliche Entlastung von Fluglärm und ein umfassendes Nachtflugverbot. Immer wieder wurde an diesem Abend in Terminal eins auch die Forderung skandiert: "Die Bahn muss weg!". Zu hören waren weiter Parolen wie: "Wehrt Euch, leistet Widerstand!" und "Wir sind das Volk!"
Schallschutzfinanzierung durch Fraport nicht ernst zu nehmen
"Was nutzt es uns denn, wenn die Maschinen beim Anflug auf die neue Landebahn Nord-West nur 300 Meter über unser Haus hinweg donnern, dabei sogar die Gläser im Schrank zum Klirren bringen - und mir die Fraport lediglich Geld anbietet, um besser schallisolierte Fenster alleine für unser Schlafzimmer anzuschaffen. Das ist doch nicht ernst zu nehmen. Da fühlt man sich doch verar.", brachte ein Familienvater aus Hochheim seinen Antrieb, zu der Montagsdemonstration zu kommen, auf den Punkt.
Andere gaben in Terminal 1 ebenfalls ihrem Zorn über den Verlust an Lebensqualität oder etwa ihre Angst um die Gesundheit, insbesondere um die ihrer Kinder und Enkel, Ausdruck.
"Ich finde es gut, dass die Menschen ihren berechtigten Protest und Ärger auch direkt auf den Flughafen tragen. Denn wer nicht kämpft, hat schon verloren", sagte Ursula Hammann vor Ort über die Montagsdemos. Das sei gerade auch im Hinblick auf das beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig anhängige Verfahren in Sachen Nachtflugverbot wichtig. Und auch tagsüber und in den Abendstunden bräuchten die Menschen in der Region dringend spürbare Entlastung von Fluglärm, bekräftigte die Landtagsabgeordnete.

"Wer nicht kämpft, hat schon verloren", würdigte Ursula Hammann (grüner Schal) bei der Montagsdemonstration am Nikolausabend die Proteste direkt auf dem Frankfurter Flughafen gegen den teils extrem gestiegenen Fluglärm im Zuge des Aufbaus.