

Sehr zum Erstaunen der GRÜNEN Landtagsabgeordneten Ursula Hammann scheint Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) über die besinnliche Weihnachtszeit einen völligen Wandelin seiner Einstellung zum Frankfurter Flughafen erfahren zu haben.
Wie einem Interview mit dem Ministerpräsidenten in der FAZ zu entnehmen war, fordert er ein Nachtflugverbot zwischen 23:00 und 5:00 Uhr, schnellerer Erneuerung der Flugzeugflotten auf lärmreduzierte Maschinen, verbesserte Anflugrouten und eine Begrenzung der Flugbewegungen.
Ministerpräsident übernimmt panisch kürzlich noch abgelehnte "grüne" Forderungen
„Ministerpräsident Bouffier hat sich jahrelang für einen schnellen Ausbau des Frankfurter Flughafens eingesetzt, ohne sich je ernsthaft um den Lärmschutz der Bevölkerung zu scheren. Die Wirtschaft ging ihm vor dem gesundheitlichen Wohl der Menschen. Durch die starken Proteste hervorgerufen sucht die schwarz-gelbe Regierung panikartig nach Auswegen aus ihrer politischen Missere und stellt Forderungen der GRÜNEN Landtagsfraktion. Denn jede einzelne dieser Forderungen war Bestandteil des Antrags der GRÜNEN, der in Einzelabstimmungen in jedem Einzelpunkt von CDU und FDP am 13. Dezember 2011, also vor noch nicht einmal einem Monat, abgelehnt wurde“ so die Abgeordnete aus dem stark lärmbelastetem Kreis Groß-Gerau.
Bemerkenswert sei der ständige Meinungswandel der Landesregierung um 180 Grad. Als Innenminister und Mitglied der Landtagsfraktion setzte sich Boris Rhein mit einem Revisionsverfahren gegen ein Nachtflugverbot ein, als Oberbürgermeisterkandidat in Frankfurt wiederum spricht er sich nun gegen die nächtliche Ruhestörung durch den Frankfurter Flughafens aus.
"Wir fordern Taten statt Worte"
„Und nun Bouffier, der sich erst für eine massive Flugbewegungssteigerung ausspricht und heute im Interview eine Begrenzung der Flugbewegungen fordert. Das kann man doch nicht mehr ernst nehmen“, so die umweltpolitische Sprecherin ihrer Partei, Hammann, entsetzt. „Wir fordern Taten - einen effizienten Lärmschutz und ein Nachtflugverbot und keine politischen Spielchen mit viel Augenwischerei.“