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Großes Lob für die laut Bürgerinitiativen rund 5500 Bürgerinnen und Bürger, deutliche Kritik an den für die Sicherheit Verantwortlichen. So fasste Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Hammann noch vor Ort in Terminal eins ihre Eindrücke von der ersten Montagsdemonstration auf dem Frankfurter Flughafen im Neuen Jahr zusammen.
"Es sind wieder beeindruckend viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Montagsdemonstration gekommen. Und das ganz zu Recht", würdigte sie den erneut tausendfachen Protest beim Marsch durch das Terminal im Anschluss an die Reden. Und das sei gut und richtig so.
Denn man müsse zeigen, dass sich immer mehr Menschen in der Region gegen das Unrecht wehrten, dass ihnen mit der neuen Landebahn und den Folgen angetan worden sei. Und dass auch der Wortbruch der Landesregierung im Hinblick auf das von ihr lange versprochene Nachtflugverbot nicht akzeptiert werde.
Reaktion des Ministerpräsidenten unterstreicht Wirksamkeit des Protests
Dass Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) jetzt direkte Gespräche mit den Bürgerinitiativen suche und in seiner offensichtlichen Angst vor den nächsten Hessen-Wahlen 2013 Forderungen der Ausbaugegner übernehme, zeige, wie wirksam dieser Protest sei. "Allerdings darf jetzt nicht mehr nur geredet werden. Wir Grüne fordern wie die Demonstranten und Bürgerinitiativen endlich Taten statt Worte", betone Ursula Hammann auch auf dem Flughafen.
Polizei zwingt Teil der Demonstranten bei Protestzug vor das Terminal
Deutliche Kritik übte die Landtagsabgeordnete aus dem Kreis Groß-Gerau an den für die Sicherheit bei dieser Demonstration Verantwortlichen. Denn mehrere Polizisten haben zunächst offenbar die Anweisung gehabt, den Demonstrationszug daran zu hindern, wie bei den Montagsdemonstrationen bisher, nach den Reden einmal durch das Terminal zu ziehen.
Die Beamten verwehrten es laut Ursula Hammann etwa dem ersten Drittel der 5500 Demonstrierenden bei ihrem Protestzug am westlichen Ende der Halle, erstmals nach links in Richtung der Ladenpassage im Inneren des Terminals abzubiegen, um von dort ihren Weg zurück zum Podium der Bürgerinitiativen fortzusetzen.
Ursula Hammann setzt Freigabe des Rückwegs durch Terminal eins durch
Dadurch sei das erste Drittel des Protestzugs gezwungen gewesen, seinen Weg zurück erstmals draußen vor dem Terminal fortzusetzen. Und das habe prompt zu Verkehrsbehinderungen und verständlichem Ärger bei den per Kraftfahrzeug ankommenden Flugreisenden geführt, berichtet die Grüne. Ursula Hammann indes, die etwa am Anfang des zweitens Drittels des Protestzugs an der Polizeikette ankam, wollte sich und den übrigen Demonstrierenden nicht das Recht auf den Weg durch das Terminal nehmen lassen. Sie habe deshalb gegen die Sperre protestiert. Woraufhin diese aufgehoben und dem übrigen Demonstrationszug der weitere Weg durch das Terminal freigegeben worden sei.

"Ich hoffe sehr, dass hier seitens der Verantwortlichen bei der Fraport oder dem für die Polizei zuständigen hessischen Innenministerium nicht mit dem Feuer gespielt wurde. Um möglicherweise einen Zwischenfall zu provozieren, mit dem ein künftiges Verbot der immer größer werdenden Montagsdemonstrationen am Flughafen gerechtfertigt werden könnte", kommentierte die natur- und umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Hessischen Landtag die Tatsache, dass Polizisten einen Teil des Protestzugs bei der ersten Montagsdemo im Neuen Jahr nach draußen, vor das Terminal zwangen. Unser Bild zeigt Ursula Hammann (links vorne) an der Spitze des Teils des Protestzugs in der Ladenpassage in Terminal eins, dem die Sicherheitskräfte nach Einrede der Abgeordneten schließlich doch den kompletten Weg durch das Gebäude freigaben.